Kulturpolitik

Zeitgemäße Kulturpolitik basiert auf einem breiten Kulturbegriff.

Zur Selbstvergewisserung eines Lebensraumes gehört daher nicht nur das soziale Umfeld, das Vereinsleben oder der Arbeitsplatz, sondern insbesondere das kulturelle Angebot, Bildungseinrichtungen und beispielsweise Möglichkeitsräume für Sport und Freizeit. Städte und Regionen können so ihre Attraktivität steigern. Diese Erkenntnis basiert auf dem UNESCO Kulturbegriff aus dem Jahr 1982 (Weltkonferenz über Kulturpolitik 1982 in Mexiko-Stadt):

„Die Kultur kann in ihrem weitesten Sinne als die Gesamtheit der einzigartigen geistigen, materiellen, intellektuellen und emotionalen Aspekte angesehen werden, die eine Gesellschaft oder eine soziale Gruppe kennzeichnen. Dies schließt nicht nur Kunst und Literatur ein, sondern auch Lebensformen, die Grundrechte des Menschen, Wertsysteme, Traditionen und Glaubensrichtungen.“

Auf dieser Basis kann eine kulturpolitische Auseinandersetzung die Grundlage für den Diskurs über eine kulturelle Positionierung, der sich mit Stärken, Chancen und Potenzialen von Kommunen und Regionen auseinandersetzt, wissend, dass gerade Städte stehen vor großen Herausforderungen stehen:

Dies sind lediglich drei Thesen, auf die Antworten auf Basis eines kulturpolitischen Diskurses gesucht werden können. Folglich kann eine Perspektive für eine zeitgemäße Kulturpolitik entstehen, die weit mehr subsummiert, als Kunst im Sinne von Musik, darstellender, bildender Kunst oder Literatur sowie Förderwesen.