Beim ersten Bundesratsdialog der Vorarlberger und Tiroler ÖVP-Bundesräte stand der föderale Austausch im Mittelpunkt. Unter dem Titel „Vorarlberg – Tirol“ diskutierten Klara Neurauter (Innsbruck), Christoph Stillebacher (Imst),) Christine Schwarz-Fuchs (Dornbirn) und Christoph Thoma (Bludenz) zentrale Themen der Landespolitik und nahmen Impulse für die Bundesebene mit.

Den Auftakt in Stuben am Arlberg setzte Bürgermeisterin Barbara Mathies mit einem Fokus auf Energie- und Klimapolitik. Landesrat Christian Gantner betonte die Vorreiterrolle der Regionen bei erneuerbaren Energien. Beim Heizwerk Oberlech zeigte Bürgermeister Gerhard Lucian anhand einer Biomasse-Anlage, wie Gemeinden nachhaltige Energieversorgung umsetzen können. Landtagspräsident Harald Sonderegger hob die Bedeutung föderaler Strukturen für die kommunale Praxis hervor.

Am Nachmittag verlagerte sich der Dialog ins Kaunertal. Auf dem Gletscher diskutierten die Bundesräte mit Bergbahn-Geschäftsführer Franz Wackernell über die Balance zwischen Tourismus und Nachhaltigkeit. Im Hotel Feichtnerhof präsentierten TVB-Geschäftsführer Dietmar Walser und Nachhaltigkeitskoordinatorin Judith Falch innovative Ansätze für einen zukunftsfähigen Tourismus.

„Der Bundesrat ist kein Relikt, sondern ein zentrales Bindeglied im föderalen Gefüge Österreichs. Gerade durch den direkten Austausch über die Landesgrenzen hinweg können wir in Wien mit einer starken gemeinsamen Stimme auftreten.“ (CT)

Der Dialog hat gezeigt, wie lebendig Föderalismus sein kann, wenn Regionen Anliegen gemeinsam formulieren und in den politischen Diskurs einbringen.