
Herzlichen Glückwunsch der Feuerwehr Thüringerberg zu 100 Jahren Einsatzbereitschaft, Gemeinschaft und Tradition!
Am Thüringerberg wurde Mitte Juli ein rundes Jubiläum gefeiert: 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Thüringerberg. Als Bundesrat und jemand, dem die Entwicklung unserer Gemeinden und ihrer Strukturen ein persönliches Anliegen ist, war es mir eine Ehre, beim Bezirksfeuerwehrfest dabei zu sein.
Hinter einem Feuerwehrfest steckt monatelange Vorbereitung, unzählige ehrenamtliche Stunden und ein Zusammenspiel vieler helfender Hände. Am Thüringerberg ist genau das gelungen. Das Fest war geprägt von einer Stimmung, wie man sie nur findet, wenn eine ganze Region hinter ihrer Feuerwehr steht – Jung und Alt, Aktive und Ehemalige, Familien und Nachbargemeinden.
Höhepunkt war der Nassleitungswettbewerb, bei dem die teilnehmenden Feuerwehren des Bezirks ihr Können unter Beweis stellten – Schnelligkeit, Präzision und eingespieltes Teamwork sind hier gefragt, genau jene Fähigkeiten, die im Ernstfall über Sekunden und damit oft über viel entscheiden. Den Sieg holte sich heuer die Feuerwehr Ludesch, zu dem ich herzlich gratuliere – stellvertretend für den hohen Ausbildungsstand, den alle teilnehmenden Wehren im Bezirk an den Tag gelegt haben.
Der Festumzug: Tradition und Wertschätzung
Besonders bewegend ist immer der abschließende Festumzug mit dem feierlichen Fahneneinzug. Wenn die Fahnen der Feuerwehren durch den Ort getragen werden, begleitet von Musikkapellen und Trachtengruppen, dann wird sichtbar, was unsere Feuerwehren im Kern ausmacht: eine über Generationen gewachsene Gemeinschaft, die Verantwortung füreinander übernimmt. Der Fahneneinzug ist dabei kein bloßes Ritual – er ist Ausdruck von Kontinuität, von Respekt gegenüber jenen, die vor 100 Jahren den Grundstein gelegt haben, und von Stolz auf das, was daraus geworden ist. Gerade dieses gelebte Brauchtum – Tracht, Blasmusik, der gemeinsame Umzug durchs Dorf – stiftet einen Zusammenhalt, den man an keinem anderen Tag so greifbar spürt.
Ehrenamt als Rückgrat unserer Sicherheit
Man kann es nicht oft genug betonen: Die Freiwilligen Feuerwehren sind ein tragender Pfeiler unserer Sicherheitsarchitektur – gerade in ländlichen und alpinen Regionen. Es ist das freiwillige Engagement Tausender Männer und Frauen, die rund um die Uhr bereitstehen: bei Bränden, Unwettern, Verkehrsunfällen oder technischen Notlagen.
Das bedeutet, dass Menschen nach der Arbeit, in der Freizeit, oft mitten in der Nacht, ihre Ausrüstung nehmen und ausrücken – für ihre Nachbarn, für wildfremde Menschen, für ihre Gemeinde. Diese rasche Hilfe vor Ort, die kurzen Anfahrtswege und die genaue Ortskenntnis der freiwilligen Kräfte sind ein Sicherheitsfaktor, den man in Zahlen kaum fassen kann, der aber im Ernstfall über Leben und Eigentum entscheidet. 100 Jahre Feuerwehr Thüringen stehen damit auch für 100 Jahre gelebte Solidarität und Verlässlichkeit.
Ein Dankeschön, das bleibt
100 Jahre Feuerwehr Thüringen sind ein Anlass, Danke zu sagen. Danke an alle aktiven Mitglieder, an die Jugendfeuerwehr, die schon heute für morgen ausgebildet wird, an alle Funktionärinnen und Funktionäre, die das Fest organisiert haben, und an alle Wehren des Bezirks, die mit ihrem Antreten beim Nassleitungswettbewerb gezeigt haben, wie ernst sie ihren Auftrag nehmen.
Der Thüringerberg hat mit diesem Fest eindrucksvoll gezeigt, wofür es sich lohnt, sich einzusetzen: für eine Gemeinschaft, die im Ernstfall füreinander da ist – und das seit einem ganzen Jahrhundert. Als Bundesrat sehe ich darin auch einen Auftrag: dafür zu sorgen, dass unsere Freiwilligen Feuerwehren – von der Ausrüstung bis zur Nachwuchsförderung – auch weiterhin jene Unterstützung erhalten, die ihrem unschätzbaren Einsatz gebührt.
Fotos: Land Vorarlberg/Luka Kolanovic
















