Demokratie fällt nicht vom Himmel. Sie lebt davon, dass Menschen sie verstehen, mitgestalten und verteidigen. Genau darüber durfte ich im Rahmen der Reihe „Pizza & Politics“ der Vorarlberger Volkspartei am 26. Mai mit dem Landesvorstand der Schülerunion Vorarlberg diskutieren. Es war ein Abend, an dem deutlich wurde: Junge Menschen wollen nicht nur „abgeholt“ werden – sie wollen mitreden, mitgestalten und Verantwortung übernehmen.

Was die Schülerunion Vorarlberg ausmacht

Die Schülerunion Vorarlberg ist die größte Schüler:innenorganisation im Land Vorarlberg. Ihr Ziel: Vorarlbergs Schulen besser machen – durch Engagement, bildungspolitische Arbeit und konkrete Unterstützung für Schüler:innen und Schülervertretungen. Aufgebaut auf den drei Leitmotiven Aktion, Service und Vertretung organisiert die Schülerunion Seminare und Aktionstage, etwa zu Rhetorik, Projektmanagement oder Leadership. Damit werden junge Menschen befähigt, Verantwortung zu übernehmen – in der Schule, aber auch weit darüber hinaus.

Pizza & Politics: Wie funktioniert Politik?

„Pizza & Politics“ steht für eine niedrigschwellige und verständliche politische Diskussion, ein informeller Rahmen mit ernsthaften Themen. Mit der Schülerunion ging es um Bildungspolitik und um die Frage, wie Schule besser auf das Leben vorbereiten kann: von Digitalisierung über politische Bildung bis hin zu Partizipation im Schulalltag. Die Schülerinnen und Schüler haben klar formuliert, was sie sich wünschen – und auch, wo sie ungeduldig werden, wenn Reformen zu lange dauern.

Politische Bildung ist Zukunftsbildung

Ein roter Faden des Abends war die politische Bildung. Wer Demokratie verstehen soll, muss sie erklärt bekommen, erleben können und Fragen stellen dürfen. Die Schülerunion fordert seit Jahren, Politische Bildung als eigenes Unterrichtsfach. Dabei geht es nicht nur um Institutionenkunde, sondern um Kompetenzen: Informationen einordnen, Fake News erkennen, Kompromisse verstehen, Mehrheiten akzeptieren und Minderheiten schützen. Politische Bildung ist damit auch Medienbildung, Wertebildung und Konfliktkompetenz – zentrale Grundlagen für ein funktionierendes Miteinander in einer pluralistischen Gesellschaft.

Dialog mit jungen Menschen: Zuhören, ernst nehmen, einbinden

Was mir an diesem Abend besonders wichtig war: Junge Menschen sind nicht eine Zielgruppe, sondern ein Partner im Gespräch. Sie erleben Schule jeden Tag, sie spüren unmittelbar, wo das System funktioniert und wo nicht. Daher gilt für mich persönlich: Demokratie vermitteln, politische Bildung forcieren und den Dialog mit jungen Menschen auf Augenhöhe führen – das ist eine der zentralen Zukunftsaufgaben unseres Landes.

Christoph Thoma Blog

Unterwegs halte ich besondere Momente in Bildern und Geschichten fest. In meinem Blog finden sich Reportagen, Fotos und Eindrücke meiner politischen Arbeit und Schwerpunkte.