Tiroler und Vorarlberger Bundesräte im Austausch über Landesgrenzen

Im Zuge der Übergabe der Präsidentschaft im Bundesrat von Tirol an Vorarlberg stand der gemeinsame Austausch der Tiroler und Vorarlberger ÖVP-Bundesräte im Montafon und in Innsbruck am Freitag (02. Juli) im Zeichen eines klaren Bekenntnisses zu Föderalismus, kommunaler Verankerung und einer starken Westachse. Im Mittelpunkt standen Gespräche mit Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern in Schruns, einem Dialog mit der Silvretta Montafon, einem Betriebsbesuch bei GANTNER Solutions sowie zum Abschluss ein Besuch in Justizanstalt Innsbruck.

Mit dabei waren der scheidende Bundesratspräsident Markus Stotter (Oberlienz, 1. Halbjahr 2026), die neue Bundesratspräsidentin Christine Schwarz-Fuchs (2. Halbjahr 2026, Dornbirn), die Bundesräte Klara Neurauter (Innsbruck), Christoph Stillebacher (Imst) und Christoph Thoma (Bludenz) sowie Landtagsvizepräsidentin Monika Vonier (Schruns), Standesrepräsentant und Bürgermeister Daniel Sandrell (Gaschurn), Vizebürgermeister Martin Sadjak (Schruns) sowie VP-Klubobfrau Veronika Marte (Bregenz) und Fachgruppenobfrau Heike Ladurner-Strolz (Hotellerie in der WKV, Schruns).

Markus Stotter, scheidender Präsident des Bundesrates: „Die Präsidentschaft im Bundesrat lebt vom engen Kontakt mit den Regionen. Gerade der Austausch zwischen Tirol und Vorarlberg zeigt, wie wichtig es ist, über Landesgrenzen hinweg zusammenzuarbeiten, voneinander zu lernen und gemeinsam für starke Gemeinden und starke Regionen einzutreten.“

Auftakt in Schruns

Der Start im Montafon machte deutlich: Gute Bundespolitik braucht den engen Draht zu Städten und Gemeinden.

Monika Vonier, Vorarlberger Landtagsvizepräsidentin: „Wer im Parlament in Wien Gesetze mitentscheidet, muss wissen, wie politische Entscheidungen vor Ort ankommen – gut, dass die Tiroler und Vorarlberger VP-Bundesräte proaktiv den Austausch mit der Kommunal- und Landespolitik sucht.“ Gerade ländliche Regionen wie das Montafon sind aktuell angesichts knapper Budgets, komplexer Aufgaben und der Kleinstrukturiertheit besonders gefordert. Dennoch haben sie viele Stärken und Potenziale aufzuweisen, die für die zukünftige Entwicklung relevant sind.

Der regelmäßige Austausch mit der kommunalen Ebene sorgt dafür, dass Entscheidungen aus Wien nicht an der Lebenswirklichkeit vorbeigehen, sondern genau dort wirken, wo Demokratie ihren Anfang nimmt: vor Ort.

Beim Dialog in Schruns suchten die Vorarlberger und Tiroler VP-Bundesräte daher ganz bewusst das Gespräch mit Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern aus dem Montafon. Im Zentrum standen das Zuhören, der persönliche Austausch und das gemeinsame Verständnis, dass Föderalismus nur dann stark bleibt, wenn Landes- und Bundesebene die Perspektiven der Gemeinden ernst nehmen.

Innovationskraft aus Vorarlberg: GANTNER Solutions

Ein weiterer Schwerpunkt war der Besuch bei GANTNER Solutions im Innovation-Tower in Schruns. Das Unternehmen steht für Vorarlberger Innovationskraft in hochspezialisierten Nischenmärkten: Mit BENZING und GANTNER Pigeon Systems werden elektronische Zeitmesssysteme, Chipringe und Cloud-Lösungen für den Brieftaubensport entwickelt – eine „Formel Eins der Lüfte“ in über 60 Ländern weltweit. Die Innovationsmanufaktur zeigt, wie Spezialisierung, Erfindergeist und internationale Perspektive den Wirtschaftsstandort Vorarlberg stärken.

Christine Schwarz-Fuchs, die neue Präsidentin des Bundesrates: „Mit der Übernahme der Präsidentschaft durch Vorarlberg ist für mich klar: Bundespolitik braucht Bodenhaftung. Verantwortungsvolle Politik lebt vom Dialog mit Gemeinden, Betrieben und Institutionen – und von einem starken Föderalismus.“

Christoph Stillebacher, Bundesrat aus Tirol ergänzt: „Wenn wir im Parlament richtige Entscheidungen treffen wollen, dann müssen wir wissen, was die Menschen, die Gemeinden und die Betriebe wirklich bewegt. Genau deshalb sind diese Begegnungen vor Ort so wertvoll – sie schärfen den Blick für das Wesentliche.“

Abschluss in der Justizanstalt Innsbruck

Den Abschluss des Austauschs bildeten Dialog und Besuch der Justizanstalt Innsbruck. Auch dort stand der direkte Einblick in konkrete Rahmenbedingungen im Vordergrund. Der gemeinsame Termin unterstrich, dass verantwortungsvolle Bundespolitik den Austausch mit den Institutionen vor Ort braucht, um Herausforderungen realistisch einordnen und tragfähige Entscheidungen treffen zu können.

Klara Neurauter, Bundesrätin aus Tirol: „Der direkte Austausch mit den unterschiedlichsten Institutionen ist unverzichtbar, weil dort sichtbar wird, ob politische Entscheidungen im Alltag tragen.“

Christoph Thoma, Bundesrat aus Vorarlberg, schließt: „Föderalismus heißt nicht, nebeneinander zu arbeiten, sondern miteinander zu sprechen, einander zuzuhören und gemeinsame Anliegen über Landesgrenzen hinweg voranzubringen. Der Austausch hat gezeigt, wie viel Kraft in einer starken Vorarlberger und Tiroler Achse liegt – für unsere Gemeinden, für unseren Wirtschaftsstandort und für eine Bundespolitik mit Hausverstand.“

Fotos/Hofmeister

Christoph Thoma Blog

Unterwegs halte ich besondere Momente in Bildern und Geschichten fest. In meinem Blog finden sich Reportagen, Fotos und Eindrücke meiner politischen Arbeit und Schwerpunkte.