Bundesrats-Enquete rückt Zukunftsfähigkeit der Regionen in den Mittelpunkt: Wir müssen Wirtschaft als Ermöglicher von Zukunft begreifen – auch im ländlichen Raum.

Unter dem Titel „Starke Regionen: digital.engagiert.zukunftsorientiert“ fand am 6. Mai 2026 im Parlament eine Enquete des Bundesrats auf Einladung von Bundesratspräsident Markus Stotter statt. Im Mittelpunkt standen regionale Sicherheit, Ehrenamt, Jugendbeteiligung und Digitalisierung. Für Bundesrat Christoph Thoma ist dabei eines zentral: Starke Regionen entstehen dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen können – und wo Unternehmerinnen und Unternehmer die richtigen Rahmenbedingungen vorfinden, um Zukunft zu gestalten.

„Wenn wir über starke Regionen sprechen, dürfen wir die Wirtschaft nicht nur mitdenken – wir müssen sie ins Zentrum rücken. Denn Betriebe schaffen Arbeitsplätze, sichern Nahversorgung, bilden Fachkräfte aus, investieren in Innovation und halten Wertschöpfung in der Region. Sie sind damit eine tragende Säule regionaler Stärke.“

Die Enquete zeigte deutlich, dass Digitalisierung nicht als Selbstzweck verstanden werden dürfe. Entscheidend sei, ob sie den Menschen, Gemeinden, Vereinen und Betrieben konkret nützt. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen, Handwerk, Tourismus, Landwirtschaft, Industrie und Nahversorgung könne Digitalisierung ein Schlüssel zu mehr Wettbewerbsfähigkeit sein – vorausgesetzt, die Rahmenbedingungen stimmen.

„Wir brauchen einen echten Mindset-Wechsel: Weg von Misstrauen, Regulierung und Bürokratie – hin zu Vertrauen, Ermöglichung und unternehmerischer Freiheit. Unternehmerinnen und Unternehmer wollen gestalten. Sie brauchen dafür aber weniger Hürden, schnellere Verfahren, leistungsfähige Infrastruktur, digitale Verwaltung, qualifizierte Fachkräfte und eine Politik, die wirtschaftliches Handeln als Beitrag zum Gemeinwohl anerkennt.“

Regionale Stärke sei mehr als Infrastruktur im klassischen Sinn. Sie zeige sich in funktionierenden Betrieben, lebendigen Ortskernen, engagierten Vereinen, sicheren Gemeinden, guter Erreichbarkeit, digitaler Kompetenz und jungen Menschen, die in ihrer Heimat Perspektiven sehen. Gerade deshalb müsse Politik stärker vom konkreten Leben in den Regionen ausgehen.

„Zukunft wird nicht nur in Strategiepapiere geschrieben – sie wird in Werkstätten, Gasthäusern, Büros, Tourismusbetrieben, Start-ups, Industriebetrieben, Vereinen und Gemeinden gemacht. Dort entscheidet sich, ob Österreich wettbewerbsfähig bleibt.“

Der Bundesrat ist der richtige Ort, um diese Perspektive einzubringen, denn der Bundesrat ist die Stimme der Länder, Gemeinden und Regionen. Genau hier muss deutlich gemacht werden, dass starke Regionen starke Betriebe sowie engagierte Menschen und eine Politik braucht, die ermöglicht statt verhindert.“

Abschließend gibt es konkrete Schritte, um Regionen zukunftsfähig zu machen: flächendeckende digitale Infrastruktur, weniger Bürokratie für Betriebe, eine einfachere Verwaltung, bessere Rahmenbedingungen für Fachkräfte, mehr Vertrauen in unternehmerische Verantwortung und eine stärkere Wertschätzung für Leistung.

Christoph Thoma Blog

Unterwegs halte ich besondere Momente in Bildern und Geschichten fest. In meinem Blog finden sich Reportagen, Fotos und Eindrücke meiner politischen Arbeit und Schwerpunkte.