
Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter uns: Am 19. September fand der traditionelle Städtle-Frühschoppen der Stadtmusik Bludenz statt, am 20. September der Oktoberfest-Frühschoppen der Harmoniemusik Stallehr-Bings-Radin. Zwei Veranstaltungen, die auf den ersten Blick unterschiedlich daherkommen – und die doch dasselbe zeigen: Wie wichtig Begegnungsformate im öffentlichen Raum für unser gesellschaftliches Miteinander sind.
Bludenz: Wenn Jugend und Tradition gemeinsam aufspielen
Beim Städtle-Frühschoppen in Bludenz waren gleich zwei Formationen im Einsatz: die MusikFabri, sprich die Jugendkapelle und die Bauernkapelle. „Für mich ein Sinnbild dafür, wie Vereinsarbeit funktioniert, wenn sie gut gelebt wird. Die Jüngsten stehen selbstbewusst auf der Bühne, die erfahrenen Musikantinnen und Musikanten der Bauernkapelle tragen deie Tradition weiter“, so Thoma. Genau in diesem Miteinander der Generationen liegt die Stärke unserer Musikvereine.
Stallehr: Gemeinsam feiern, gemeinsam Verantwortung tragen
Auch beim Oktoberfest-Frühschoppen der Harmoniemusik Stallehr-Bings-Radin in Stallehr war die Freude an der Musik und am geselligen Beisammensein spürbar. Mit dabei war die MuTal Musig, die dem Tag einen stimmungsvollen Rahmen gab.
Warum solche Begegnungsformate so wichtig sind
Ob Städtle-Frühschoppen oder Oktoberfest-Frühschoppen: Solche Veranstaltungen bieten Orte, an denen sich Menschen aller Generationen im öffentlichen Raum begegnen, ins Gespräch kommen und ein Gefühl von Zusammengehörigkeit erleben. „In einer Zeit, in der digitale Kommunikation vieles ersetzt, gewinnen solche unmittelbaren, analogen Begegnungsformate noch einmal an Bedeutung“, ergänzt Thoma.
Möglich sind solche Vormittage nur, weil sich Menschen ehrenamtlich engagieren: Sie proben, organisieren, bewirten, räumen auf – oft über Jahre und Jahrzehnte hinweg. Dieses Engagement ist eine tragende Säule unseres gesellschaftlichen Lebens. Unsere Musikkapellen leisten dabei etwas Besonderes: Sie sind Kulturträger, Traditionspfleger und Integrationsmotor zugleich. Sie bringen junge und ältere Menschen zusammen, geben Kindern und Jugendlichen einen sinnstiftenden Rahmen.
„Unsere Musikkapellen sind das klingende Herz unserer Gemeinschaft. Wer einmal erlebt hat, mit welcher Begeisterung junge Menschen in der Jugendkapelle spielen und mit welcher Treue langjährige Mitglieder dabei bleiben, der weiß: Hier wird nicht nur Musik gemacht, hier wird Gesellschaft gestaltet“, schließt Bundesrat Christoph Thoma.


